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Stress in der Weihnachtszeit

Auch wenn man es kaum glauben kann: Das Jahr 2021 geht tatsächlich zu Ende. Dem Einen mag es gelegen kommen. Endlich durch, vielleicht wird das nächste Jahr ein bisschen besser! Der Andere wird sich an den Kopf fassen und ungläubig fragen, wo denn die ganze Zeit geblieben ist. Ich gehöre definitiv zur zweiten Sorte Mensch. Aber egal welche Emotionen bei dir hochkommen. In Einem werden wir uns alle einig. Im letzten Monat des Jahres scheint die Zeit einen Endspurt einzulegen. Die letzten Tage rasen an dir vorbei. Stress in der Weihnachtszeit ist vorprogrammiert. 

Denn plötzlich fällt dir auf, was du alles noch nicht erledigt hast. Dinge, die du eventuell schon das ganze Jahr machen wolltest, wozu du aber nie gekommen bist. Hinzu kommt der Stress um sämtliche Feiertage. Alle Geschenke müssen besorgt, Einkäufe für die Feiertage sollten erledigt werden. Mit wem wird eigentlich wo gefeiert und wer kocht eigentlich was? Welche Verwandte müssen besucht werden und welche können erfolgreich vermieden werden?

Und wenn du endlich die Zeit findest und alle Erledigungen in Angriff nimmst, findest du dich plötzlich in riesigen Schlangen und Menschenmassen wieder. Alles dauert doppelt so lang und der Zeitdruck wächst. Kurzum: Du wünscht dir, der Tag hätte 36 Stunden. Dieses Gefühl von “Ich tue alles was ich kann, aber werde trotzdem nicht alles schaffen.” Das stresst. 

Neben den allgemeinen Belastungen, die der Dezember mit sich bringt, sind die letzten Wochen auch im Jahr 2021 noch einmal besonders herausfordernd. 

Deshalb möchte ich dir hier ein paar kleine Kniffe und Tricks an die Hand geben, die den Stress in der Weihnachtszeit reduzieren können. 

 

1 – Planen 

Bevor es richtig rund geht: Nimm dir ein Stündchen Zeit, schnapp dir ein Glas Wasser oder einen Tee, Zettel und Stift und mache dir einen Plan. So kannst du dem sich aufbauenden Zeitdruck ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen. 

Werde dir klar: 

  • Was steht in den nächsten Wochen an?
  • Was brauchst du alles?
  • Mit wem gilt es zu kommunizieren?

Es hilft auch wichtige Aufgaben zu verteilen und so eine Struktur aufzubauen. Falls es tatsächliche mehr To Dos als Tage sind, kannst du so sicher gehen, dass das Wichtigste auf jeden Fall erledigt wird. 

Plane dir, soweit möglich, Puffer ein. Alles auf letzte Rille erledigen erhöht den Stress in der Weihnachtszeit nur unnötig. 

 

2 – Aufgaben verteilen 

Du hast einen Plan und weißt genau was zu tun ist. Super! Jetzt musst du dir nur noch einen Ruck geben und loslassen. Es kann schwierig sein zu delegieren und zuzugeben Hilfe zu benötigen. Mit dieser Einstellung kommen wir in solchen Zeiten aber nicht weit. 

Also los! Reiß nicht alles an dich, sondern nimm dir Raum. Gib den Menschen in deinem Umfeld die Möglichkeit, dich zu entlasten. 

 

3 – Adiéu Erwartungen und Perfektionismus 

Ein wichtiger Punkt, um erstmal in der Lage zu sein, Aufgaben abzugeben und andere ranzulassen. Du selbst machst es ja schließlich am besten, richtig?

Mach dich frei von den Erwartungen an dich selbst und an Andere. Hör auf, dir den Druck aufzuerlegen, alles müsse perfekt sein (nebenbei: was ist das überhaupt?). Ansprüche, die nicht zu erfüllen sind bringen wirklich niemanden weiter. 

Wie heißt es doch so schön: Erwartungen sind vorweggenommenen Enttäuschungen. Also am besten gleich der vorprogrammierten Frustration den Stecker ziehen, das Beste geben, was möglich ist und dann die Magie der Ungewissheit entfalten lassen. 

 

4 – Aufschieberitis verabschieden

20 Millionen Sachen zu tun und du sitzt da und machst genau das, was gerade nicht wichtig ist, während du mit zunehmendem Druck an die Dinge denkst, die du eigentlich erledigen solltest. Kennste? 

Die berühmte Prokrastination entsteht oft, wenn wir vor einem riesengroßen Berg an To Dos stehen. Vor so vielen Aufgaben, dass es unmöglich scheint, sie alle zu erledigen. Wieso also überhaupt anfangen? 

Aber genauso wie beim Wandern wird der Weg auf den Gipfel nur kürzer, indem man überhaupt losgeht. Sobald du anfängst, wird der Stapel an Verpflichtungen kleiner werden.

Eine detaillierte Planung aus Punkt 1 wird dir schon helfen loszulegen und so den Stress in der Weihnachtszeit zu reduzieren. Ansonsten habe ich einen ganzen Artikel zum Thema “Prokrastination überwinden” für dich.

 

5 – Harmonie ist nicht deine Verantwortung

An Weihnachten soll doch immer alles schön sein. Alle sollen sich verstehen und bei wohliger Wärme einträchtig unter dem Weihnachtsbaum zusammensitzen, richtig?

Die Angst vor der Zerstörung der Harmonie löst so einen innerlichen Stress aus, dass genau dadurch eine unangenehme, unterschwellige Spannung entstehen kann. 

Versuche dir bewusst darüber zu werden, dass jeder Mensch, der mit dir das Wehnachtsfest teilt ein Individuum mit seinen eigenen Bedürfnissen und Herausforderungen ist. Und zusätzlich befinden sich alle im selben Stress wie du! Ein wenig Reibung und Anspannung ist da vollkommen natürlich. Manchmal muss man das einfach (aus)halten.

 

6 – Zeit für dich

Egal was dieses Fest für dich bedeutet, um den Stress in der Weihanchtszeit kommst du nicht so richtig herum. Neben den vielen Aufgaben und Erledigungen, Verabredungen und Terminen, ist es ist auch eine emotionale Zeit. Deswegen ist es wichtig sensibel dir gegenüber zu sein. Schaffe dir kleine Räume für regelmäßige Check-Ins mit dir selbst. Berücksichtige das am besten direkt in deiner Planung. Kleine Ruhe-Oasen, in denen du mit dir und deinen Gefühlen sein kannst, ohne Einflüsse von Außen. 

Um dir das ein wenig leichter zu machen, habe ich in diesem Artikel ein paar Übungen gesammelt, die dir helfen können zur Ruhe zu kommen.

Ich hoffe, dass dieser Fahrplan dir ein bisschen helfen kann Ruhe in die Weinhacchtszeit zu bringen. 

Solltest du ein bisschen Ablenkung brauchen, empfehle ich dir meinen Podcast: “Wenn das Leben dazwischen kommt”. Ich teile dort ehrliche Geschichten und keine Märchen – über Momente in denen das Leben dazwischen kommt und wie man auch in Extremsituationen Stressmanagement betreiben kann. Du findest mich auf Spotify, Apple Podcasts und Amazon.

Podcastcover "Wenn das Leben dazwischen kommt"