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Tränen vor dem Coach

Solltest du auf der Suche nach einem Coach sein, möchtest du bestimmt das ein oder andere Thema angehen, dass dir nah am Herzen liegt.  Vielleicht suchst du Hilfe und Rat, um herauszufinden, was dich zurückhält oder stresst, vielleicht hast du schon ein paar Muster erkannt und es ist an der Zeit diese aufzulösen, vielleicht merkst du aber auch “nur” das irgendwas nicht stimmt und dass du Hilfe brauchst. Wobei auch immer.

Egal was es ist: Oft sitzen solche Themen tief, brauchen Zeit und eine ordentliche Portion Mut, um sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Und da kann man schon mal emotional werden, oder? Machst du dir Gedanken darüber, ob du Tränen vor dem Coach vergießen musst? Ist es vielleicht sogar eine Hemmschwelle für dich, die dich daran hindert, dir einen Coach zu suchen? Heute möchte ich meine Erfahrungen mit Dir teilen, die mir sehr wichtig sind. 

Für viele Menschen stellt das Zeigen von starken Emotionen gegenüber anderen Menschen eine große Hürde dar. Sie möchten nicht als Heulsuse da stehen oder ihren Ballast auf ihrem Coach ablagern. Oft tun sie die eigene Belastung damit ab, dass es “Anderen viel schlechter geht” und sie sich nicht so anstellen sollten. Außerdem möchten sie auf gar keinen Fall zerbrechlich wirken, da sie sich dadurch angreifbar machen.

Tränen sind eigentlich ein Zeichen von Schwäche.

EIGENTLICH.

Es ist okay – Tränen vor dem coach sind nichts Erschreckendes.

Tränen sind reinigend, sie wollen dir etwas sagen. Sie dienen genauso wie bewusste oder unbewusste Bewegungen oder verbale Kommunikation als ein Ventil, über das du Luft ablassen kannst. Jeder Mensch hat andere Ventile, die für ihn gut funktionieren. So kann es für dich genauso gut das Weinen sein und das ist vollkommen in Ordnung.

Ich nehme oft wahr, dass es bei einigen meiner Klientinnen Verunsicherung und Scham auslöst, wenn eine Träne ins Rollen kommt. Aber ich möchte dich beruhigen: Auch, wenn es sich dabei natürlich um einen emotionalen Ausnahmezustand handelt, bin ich als Coach darauf vorbereitet. Als ich vor Jahren das erste Mal in dieser neuen, noch ungewohnten Situation war und eine Klientin vor mir in Tränen ausbrach, handelt ich intuitiv richtig. Heute kann ich nun bewusst damit umgehen und meine Erfahrung gezielt einsetzen. Ich gebe allen deinen Emotionen (Wut, Trauer, Angst) Raum und halte sie für dich, damit du das rauslassen kannst, was manchmal einfach raus muss. 

Sollten dir im Coaching also mal die Tränen kommen, bedeutet das platt betrachtet nichts anderes, als dass wir etwas angestoßen haben, was Resonanz zeigt. Es ist Emotionalität, die zum Vorschein kommt. In diesem Fall sollten wir uns raus aus dem Kopf und rein in die Emotion bewegen. Das bedeutet nicht, dass wir in dieser tief herum bohren, sondern allem was da ist Raum geben. Gerade bei uns Kopfmenschen ist es häufig schwer auf die Emotionalität zuzugreifen. Sie bekommt einfach nicht ausreichend Gehör.  

Tränen sind zwar reinigend, aber in den meisten Fällen stammen sie aus der Vergangenheit. Sie spiegeln Themen, die noch nicht reflektiert wurden und unterbewusst Ramba Zamba tanzen, bis sie dann endlich mal Beachtung geschenkt bekommen.

Ich als Coach bin ausgebildet

Ich als Coach bin nicht dazu da um Deckel aufzumachen, die man nicht aufmachen möchte. Genauso wenig bin ich dazu da, dir ein Taschentuch hinzuhalten und zu sagen „na komm – stell dich nicht so an und hör auf zu weinen. Das wird schon wieder.“ Ich als Coach bin ausgebildet, um damit umzugehen. Wenn Tränen rauskommen, dann ist das so. Sie dürfen komplett wertfrei ihren Weg an die Oberfläche finden.

Ich sehe Tränen nicht nur als Reinigung und Katalysator für Weiterentwicklung, sondern als positives Anzeichen für die Wirksamkeit unserer gemeinsamen Arbeit: Zum einen spiegelt es die (enorme) Vertrauensebene wider, die du aufgebaut hast. Zum anderen zeigt es, positive Resonanz auf ein Thema, welches dich anscheinend beschäftigt – Ein Öffnen des Ventils geht häufig mit einer Verbesserung einher, an der wir, wenn gewünscht, gemeinsam weiterarbeiten können.

Also keine Sorge. Tränen vor dem Coach sind nicht nur vollkommen normal, sondern auch ein großer Schritt, den es zu feiern gilt. 

Wenn du nun mehr Mut gefasst hast, deiner Emotionalität mehr Raum zu geben, dann melde dich sehr gern bei mir. Ich freue mich!